Schulterschmerzen sind in unserer modernen Gesellschaft, in der wir viel Zeit sitzend vor Bildschirmen verbringen, zu einer Volkskrankheit geworden. Kann Pilates hier Abhilfe schaffen? Die kurze Antwort lautet: Ja, absolut.
Warum Schultern so anfällig sind
Das Schultergelenk ist das beweglichste Gelenk unseres Körpers. Es wird primär durch Muskulatur gesichert und geführt. Wenn wir stundenlang mit nach vorne gezogenen Schultern am Schreibtisch sitzen, verkürzt sich die Brustmuskulatur, während die Rückenmuskulatur abschwächt. Dieses Ungleichgewicht führt zu Verspannungen, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen.
Wie Pilates bei Schulterschmerzen hilft:
- Aufrichtung der Wirbelsäule: Pilates trainiert intensiv die tiefe Rumpfmuskulatur. Eine aufrechte Brustwirbelsäule ist die Grundvoraussetzung für eine gesunde, freie Schulterbewegung.
- Kräftigung der Schulterblattstabilisatoren: Gezielte Übungen stärken die Muskeln, die das Schulterblatt am Brustkorb fixieren und korrekt bewegen.
- Dehnung verkürzter Strukturen: Die Brustmuskulatur wird sanft geöffnet und gedehnt, um den Schultern wieder mehr Raum zu geben.
Wann ist Vorsicht geboten?
Pilates kann Schulterschmerzen hervorragend lindern und vorbeugen. Bei akuten Entzündungen, einem Impingement-Syndrom, einer "Frozen Shoulder" oder nach Verletzungen solltest du jedoch immer zuerst Rücksprache mit deinem behandelnden Arzt oder Physiotherapeuten halten. Oft kann Pilates dann als begleitende Therapie eingesetzt werden.
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